Panikstörung und Alltag: Probleme am Arbeitsplatz, Konzentrationsschwäche und Angst

Panikstörung und Alltag: Probleme am Arbeitsplatz, Konzentrationsschwäche und Angst

In der Anwaltspraxis, in der sie arbeitet, fühlt sie sich unruhig und kann sich nicht konzentrieren. Selbst wenn sie sich mit Kollegen unterhält, denkt sie dauernd an ihr Problem (Panikstörung). Sie hat Angst sie könnte auf der Arbeit einen ähnlichen Anfall haben, und jeder würde glauben, sie würde durchdrehen. Wenn das nicht schon reichen würde, fängt sie an, sich erschreckende Szenarien vorzustellen, wie ihre Panikstörung dazu führt, dass sie in einer psychiatrischen Klinik eingesperrt wird oder, dass sie ihre Kinder verliert, weil sie nicht für sie sorgen kann. Jedes Mal wenn sie daran denkt, verknotet sich ihr Magen voller Angst. Sie weiß, dass es für die Sache nicht hilfreich ist an diese Dinge zu denken, aber sie kann sich nicht helfen. Die ängstlichen Gedanken kommen einfach immer weiter und je mehr sie probiert aufzuhören diesen Gedanken nachzuhängen, desto schneller wirbeln sie durch ihren Kopf.

Leben mit einer Panikstörung: Nicole 3 Wochen Nach Der Ersten Panikattacke

Drei Wochen später ist Nicole immer noch höchst ängstlich und wird von ihrer Panikstörung überallhin begleitet. Sie hat sich weiteren medizinischen Tests unterzogen mit einem Arzt, den eine Freundin ihr empfahl, aber es war nichts zu entdecken. Insgeheim  hoffte sie schon, dass irgendwas nicht stimmte, damit sie anfangen könnte, es zu behandeln — das wäre wenigstens etwas worauf sie ihre Energie konzentrieren könnte. Der neue Arzt hat etwas  Beruhigungsmittel verschrieben, das sie noch nicht genommen hatte, aber sie wird es tun, wenn sie merkt, dass eine weitere Panikattacke im Anmarsch ist.

Nicole's Zustand: Generalisierte Angststörung

Nicole befindet sich jetzt in einer Phase, die man als allgemeiner Angstzustand oder Generalisierte Angststörung (GAS) bezeichnet. Dies ist eine ständige Furcht, begleitet von ängstlichen Gedanken. Es ist die Art von Angst, die da ist am Morgen, wenn man aufwacht und sie begleitet einen oft während des Tages. In Nicole‘s Fall ist es eine direkte Auswirkung ihrer zwanghaften Sorge über ihren Zustand. Für sie war die erste Panikattacke im Supermarkt der Funken, der die Furcht und Verwirrung zündete, die Panikstörung einläutete und diese Furcht und Verwirrung steigerte sich in einen allgemeinen Angstzustand.

bannerwegmdpblue3Folgen bzw. Nebenprodukte Einer Panikstörung: Soziale Phobie, Angst vor Menschen

Nicole‘s Leben hat sich seit ihrer ersten Panikattacke dramatisch verändert. Sie hat bereits ihren Urlaub mit Freunden nach Europa storniert und ihrem weiteren Familienkreis mitgeteilt, dass sie sie Weihnachten dieses Jahr nicht einladen und bewirten kann.

Nicole bewegt sich ständig hin und her zwischen Panikattacken und allegemeinen Angstzuständen. Sie befindet sich jetzt eingesperrt in einem Teufelskreis aus Panik und Angstzustand. Die Panikstörung begleitet Nicole überallhin.